Liquidität und Cashflow richtig steuern
Eine der größten
Hürden für Gründer ist der richtige Umgang mit der Liquidität ihres Unternehmens. Der Umsatz wird schließlich üblicherweise ausgewiesen, aber die tatsächlichen Zahlungseingänge lassen in vielen Fällen noch auf sich warten. So werden Gehälter oder Lieferantenrechnungen schlimmstenfalls nicht rechtzeitig beglichen.
Um derartige Situationen zu vermeiden, hilft ein regelmäßiger Blick auf Ein- und Auszahlungen, verbunden mit klaren Zahlungskonditionen. Eine sinnvolle zeitliche Abstimmung von Ein- und Ausgängen ist ebenfalls ausschlaggebend, denn nur das frühzeitige Erkennen solcher Engpässe verhindert, dass Start-ups operativ in Bedrängnis geraten. Ein gut geplantes
Liquiditätsmanagement für Start-ups liefert die Grundlagen, um Zahlungen und Puffer systematisch zu planen.
Finanzplanung nicht vernachlässigen
Viele Gründer beginnen ohne eine durchdachte Planung für die kommenden Monate. Eine detaillierte Finanzplanung umfasst jedoch alle Fixkosten wie Mieten, Löhne und Versicherungen, variable Kosten für Marketing, Produktion oder IT-Lizenzen und einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben.
Ohne eine systematische Erfassung dieser Posten lassen sich Ausgaben nicht priorisieren, wodurch Mittel schnell knapp werden. Praktisch bedeutet das, dass jede größere Investition, vom zusätzlichen Mitarbeiter bis zur Marketingkampagne, auf ihre Auswirkung auf den Cashflow geprüft werden sollte, bevor sie umgesetzt wird.
Burn Rate realistisch kalkulieren
Die sogenannte Burn Rate beschreibt, wie schnell ein Start-up sein Kapital verbraucht. Viele Teams überschätzen hier den Zeitraum, den die vorhandenen Mittel abdecken. Hohe Fixkosten oder unerwartete Marketingaufwendungen führen allerdings dazu, dass der Puffer schneller aufgebraucht wird als geplant. Lieferverzögerungen verschärfen die Mittelknappheit schlimmstenfalls weiter.
Start-ups sollten darum ihre monatlichen Ausgaben laufend überwachen und einen zeitlichen Puffer einplanen, um flexibel auf Veränderungen zu reagieren. So lassen sich Zahlungsverpflichtungen erfüllen, auch wenn Einnahmen verspätet eintreffen.
Buchhaltung und Reporting konsequent führen
Fehler im Finanzbereich entstehen üblicherweise durch unklare Zuständigkeiten. Wenn nämlich die Buchhaltung nur nebenbei erledigt wird, ist die Gefahr hoch, dass Reports unvollständig oder verspätet erstellt werden. Das erschwert es wiederum, fundierte Entscheidungen zu treffen und kann dazu führen, dass Probleme erst spät erkannt werden.
Ein klar strukturiertes System mit festen Verantwortlichen für Einnahmen und Ausgaben verspricht hingegen Transparenz und Verlässlichkeit. Durch regelmäßige, gut aufbereitete Berichte behalten Unternehmen einen guten Überblick über den aktuellen Finanzstatus und erkennen frühzeitig Abweichungen von der Planung. So werden unnötige Ausgaben oder Liquiditätsprobleme rechtzeitig identifiziert und
gezielte Maßnahmen ergriffen. Ein solches Vorgehen erleichtert dann auch die Budgetplanung und stärkt die Fähigkeit, strategische Entscheidungen auf einer belastbaren Datenbasis zu treffen.
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